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Festival Histoire Vivante, Marle 2013

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Nach Abschluss der finalen Schlacht am Sonntag unter drückender Hitze, die jedem Darsteller das Letzte abverlangt hatte, war es zuerst der Mitorganisator Benjamin Franckert (Letavia/ Bretagne), der sichtlich gerührt vor allen Beteiligten die passenden Worte fand:

Dieses Festival war im wahrsten Sinne des Wortes „Historisch“ !

Mehr als 400 Reenactors aus aller Herren Länder – von Spanien über England, Frankreich, Niederlande, Belgien, Deutschland, Österreich, Ungarn und Polen haben ohne weitere Zwischenfälle, Gemeinsam und in Harmonie, ein farbenfrohes Spektakel vor 5000 Zuschauern erschaffen, wie man es vorher für Spätantike und Frühmittelalter nicht gekannt hat.
Sicherlich, es mag nicht ganz richtig sein, römische Reiterei und Infantrie des vornehmlich 4./5. Jh. gegen Germanen des vornehmlich 5. – 7 Jh. in einer Schlacht zusammen zu fassen.

Dennoch sind auf Einzelbildern Momentaufnahmen, Ausstattungsdetails und Porträts eingefangen worden, die mehr denn je hautnahe Eindrücke vegangener Zeiten aufleben lassen und tatsächlich Filmreife besitzen. Und genau dies ist der Wert und Sinn des sog. „Reenactment“, welches ohne ewige Nörgler, Besserwisser, Kopisten, Neider und Intriganten, egal ob sie der „Szene“ oder der Fachwelt entstammen, noch einmal doppelt soviel Spass macht.

Zeitliche Unterschiede und wichtige Details wurden dem Publikum im übrigen zuvor durch einzelne Gruppendemonstrationen nahe gebracht und wie immer gekonnt von Organisator und Veranstalter Alain Nice moderiert.

Viele neue Impressionen blieben zurück und dazu die Erkenntis, dass man diese guten Ansätze noch immer weiter wird verbessern können.

Vielleicht wird eines Tages auch eine komplett authentische Nachbildung von historischen Ereignissen wie der Schlacht auf den katalaunischen Feldern oder der Zerschlagung des Syagriusreiches durch Chlodwig möglich sein. Die Grundsteine hierfür wurden auf alle Fälle in Marle gelegt.

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und so ist auch gute Ausstattung/Darstellung keine Sache weniger Tage oder Wochen.

Teilweise bis zu 15 Jahren arbeiten wir nun schon an Details und noch immer ist kaum ein Ende in Sicht, um diese Dinge so realitäts – und gebrauchsnah wie möglich zu gestalten.

Da unsere früheren Pferde mittlerweile über 30 Jahre sind, waren wir gezwungen, neue junge Tiere anzuschaffen und auszubilden, wofür uns nur wenige Wochen zur Verfügung standen. Noch fehlte ihnen unter alle diesen extremen Umständen etwas die Erfahrung und wie die die Menschen auch, waren sie nach all ihren Strapazen im letzten Stadium der Hitzeschlacht kaum noch vorwärts zu bewegen. Dennoch haben sie ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden und wir werden mit Nachdruck weiter am Ausbau unserer neuen Kavallerie arbeiten.

Wenngleich Nachfertigungen, hat mich selbst einmal mehr das Farbenspiel und die tatsächliche Ausstrahlungskraft der einstigen historischen Realien beeindruckt, denen wir uns gegenüber verpflichtet fühlen – in dankbarem Gedenken an Wilfried Menghin.

Meinen herzlichsten Dank und Anerkennung an die tollen Reiter und Pferde der Ala Batavorum, sowie an Nathalie und Patrice von Portes de L`Histoire, Rudy und Susi, Benjamin Fraenkert, Alain Nice und Familie, sowie die unermüdlichen Mitarbeiter aus Marle: Fabrice, Thierry, Laurent und Fred mit ihren Frauen.

Natürlich auch an alle internationalen Darsteller, sowie die eigenen Frauen und Männer von Ulfhednar, ohne deren Einsatz all dies nicht möglich gewesen wäre.

Mögen die nachfolgenden und ungeplanten Bilder, die Kristin Reith für uns aufgenommen hat, für sich sprechen.

 

Arian Ziliox, im Juli 2013

Generalprobe

Gemeinsames Training am Samstag morgen im Matsch – die Nacht zuvor hatte es unaufhörlich geregnet. Diese Bilder sollen dafür stehen, wie diszipliniert alle Gruppen von Anfang an zusammen gearbeit haben.
Hier werden die Pferde aneinader, sowie an Krach und schnelle Bewegung gewöhnt.

Aufmarsch

Aufmarsch

Generalprobe

3a

4

5

6

Ulfhednar und Freunde

Aufmarsch zur ersten Schlacht am Sonnabend Nachmittag

Glücklicherweise wandelte sich nun das Wetter und ermöglichte brillante Aufnahmen der Ausstattungen

 

Aufmarsch

aufmarsch2

Aufmarsch

Aufmarsch

Aufmarsch

Aufmarsch

aufmarsch7

Aufmarsch

Aufmarsch

Kingsguard

Eberrüssel

Eberrüssel

Eberrüssel

 

 

Die Schlacht

Eine große Schlacht als Höhepunkt gab es jeweils am Samstag, wo die Römer gewannen und am Sonntag, der mit dem Sieg der germanischen Konförderation endete.
Diese Bildauswahl ist ein repräsentativer Zusammenschnitt von beiden Tagen.

 

Schlacht

Barditus

 

Nach Einzelkämpfen zwischen den Linien stimmen die Krieger ihren Barditus an, bis schließlich römische Schleuderer und Kavallerie den germanischen Schildwall mit Wurfpfeilen und Spießen attackieren.

Schildwall

 

Die fränkische Reiterei hält sich bereit und antwortet mit Franziskas.

Schlacht

 

Angriff auf die römischen Reiter

Franziskaattacke

 

 

Schlacht

Schlacht

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

 

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

 

Nachdem wir unsere Franziskas verworfen hatten, waren wir aber, nur noch mit Spathas bewaffnet, gegen die Lanzen der Ala klar im Nachteil

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

Schlacht Sonnabend

 

Nach Abschluss des Reiterscharmützels zieht die Infanterie vor – zunächst Bilder vom Samstag, als sich die Germanen geschlagen geben müssen.

Ausmarsch

Ausmarsch

 

Die Germanen müssen sich unter dem Druck der Römer auf das Fort zurück ziehen, die germanische Reiterei bricht aus und muss sich für diesen Tag in Sicherheit bringen.

 

Anders das Bild am Sonntag – Die Germanen rücken erneut vor!

Sonntag

Sonntag

Vorrücken

 

Reiterattacke mit Ango und Franziskas auf den römischen Schildwall

Angriff

Angriff

Angriff

 

Erneutes vorrücken auf den Gegner gemeinsam mit der Infanterie. Die römischen Linien werden durchbroch

Franziskaatacke

 

 

Schlacht Sonntag

Franziskaattacke

 

Schlacht

 

Die Schlacht ist geschlagen – der Geger aufgerieben und schließlich wird der römische Befehlshaber ergriffen.

arian ziliox franziska4

 

 

Schlacht Sonntag

Schlacht Sonntag 6

 

Eiligst wird der königlichen Garde die Nachricht vom Sieg überbracht

Kingsguard

Kingsguard

Kingsguard

Sieg

 

Die Krieger kehren zurück – der germanische König verkündet den Sieg!

Sieg

 

Der römische Befehlshaber findet jedoch keine Gnade vor den Augen des königs und wird von seinen lokalen Widersachern hingerichtet.

Hinrichtung

hinrichtung2

Abmarsch

Der germanische Heerhaufen versammelt sich und zieht ab.

 

Anschließendes Ehrenspalier und Verabschiedung aller Teilnehmer

Ehrenspalier

Ehrenspalier

Ehrenspalier